Alter Friedhof

Der Grüne Hahn

Am 6. Mai 2017 ist das Umweltmanagementsystem "Der grüne Hahn" für den Alten Friedhof und den Waldfriedhof erstmals erfolgreich validiert worden.

Die Überprüfung des Umweltmanagementsystems erfolgte durch den Umweltrevisor Dr. Gunnar Waesch in Anlehnung an den Anforderungen der Verordnung EMAS1 III (EG) Nr. 1221/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2009.

Mit der Ausstellung dieser Gültigkeitserklärung erhielten die Friedhöfe das Zertifikat "Der Grüne Hahn", überreicht von Reinhard Benhöfer, Umweltreferent im Haus kirchlicher Dienste in Hannover.

Revalidierung des Zertifikats "Der Grüne Hahn" am 13. März 2026

Friedhof St. Paulus erneut revalidiert

Nachhaltige Pflege und klare Leitlinien prägen Friedhofsarbeit in Buchholz

Die Friedhof der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Paulus Buchholz ist am 13. März 2026 erneut erfolgreich revalidiert worden. Damit wurde bestätigt, dass der Friedhof weiterhin nach den Kriterien des kirchlichen Umweltmanagementsystems „Grüner Hahn“ geführt wird. Die Auszeichnung würdigt das kontinuierliche Engagement für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Bewirtschaftung der gesamten Friedhofsanlage. Dazu zählt der Alte Friedhof und der Waldfriedhof, zu dem auch der Urnenwald gehört.

Die Friedhöfe der Kirchengemeinde sind nicht nur Orte der Trauer und Erinnerung, sondern auch wichtige Grünflächen innerhalb der Stadt Buchholz. Ihre Pflege orientiert sich deshalb an klaren Leitlinien, die sowohl den würdevollen Charakter des Ortes als auch ökologische Verantwortung in den Mittelpunkt stellen.

Eine zentrale Leitlinie ist die Wahrung der Würde des Friedhofs als Ort der Ruhe, des Gedenkens und der Besinnung zu erhalten. Die Anlage soll Angehörigen und Besuchenden Raum für Trauer und Erinnerung bieten und zugleich eine Atmosphäre der Stille und des Respekts bewahren.

Darüber hinaus verfolgt die Kirchengemeinde das Ziel, den Friedhof als naturnah gestalteten Lebensraum zu entwickeln. Alte Bäume werden nach Möglichkeit erhalten, neue Pflanzungen orientieren sich an standortgerechten Arten, und ruhige Bereiche bieten Rückzugsräume für Vögel, Insekten und andere Kleintiere.

Ebenso ist der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen ein grundlegendes Ziel des Umweltmanagements. Grünabfälle werden gesammelt und kompostiert, sodass sie als natürlicher Dünger wiederverwendet werden können. Zudem wird bei der Pflege der Grünflächen möglichst auf chemische Mittel verzichtet. Ein bewusster Umgang mit Wasser und Energie ist ebenfalls Bestandteil des Umweltkonzepts. Dies wird regelmäßig in einem Umweltbericht veröffentlicht.

Im Rahmen der Revalidierung wurden sowohl organisatorische Abläufe als auch konkrete Maßnahmen vor Ort überprüft. Dazu gehören dokumentierte Umweltziele, regelmäßige Kontrollen sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung der nachhaltigen Bewirtschaftung.

Mit der erneuten Auszeichnung sieht sich die Kirchengemeinde in ihrem Weg bestätigt und gewürdigt. Gleichzeitig versteht sie die Rezertifizierung als Auftrag, die Friedhofsarbeit weiterhin an den eigenen Leitlinien auszurichten und die nachhaltige Entwicklung des Friedhofs weiter voranzubringen und ihn als Ort der Erinnerung, der Natur und der Verantwortung für die Schöpfung zu gestalten.

Der Friedhof ist ein besonderer Ort – für die Menschen ebenso wie für die Natur.
 

Umweltbericht 2025

Das Ergebnis der inzwischen achtjährigen Arbeit im Umweltprojekt liegt im Umweltbericht vor.

Er enthält eine Zusammenfassung der Bestanderfassung der Friedhöfe und deren Prozesse, den Aufbau eines Umweltmanagementsystem sowie die vom Kirchenvorstand verabschiedeten Umweltleitlinien und das Umweltprogramm.

Im Umweltbericht können Sie alle Informationen zu unseren Friedhöfen nachlesen.

Unsere Umweltleitlinien

Wir glauben, dass wir diese Erde und unser Leben dem Wirken Gottes verdanken. Daraus ergibt sich unsere Verpflichtung, uns für den Erhalt seiner Schöpfung einzusetzen.
Wir gehen auf unserem Friedhof mit Rohstoffen wie Boden, Luft, Energie, Wasser und sonstigen Ressourcen sinnvoll und sparsam um. Wir verringern und vermeiden Belastungen und Gefahren für die Umwelt. Wir bevorzugen umweltfreundliche Produkte, Verfahren und Dienstleistungen. Wir setzen die beste Technik zum Wohle der Umwelt ein, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist.
So verbessern wir kontinuierlich den Umweltschutz auf unserem Friedhof.
Wir führen ein Umweltmanagementsystem ein, das die ständige Verbesserung unserer Bemühungen um einen schonenden Umgang mit der Umwelt sicherstellt.
Dazu erfassen und bewerten wir regelmäßig unsere Leistungen und Umweltauswirkungen, vereinbaren Handlungsprogramme und benennen Verantwortliche. Wir beziehen alle Mitarbeitenden aktiv in das Umweltmanagement ein, nehmen ihre Anregungen auf und berücksichtigen sie. Wir bilden uns regelmäßig weiter und nehmen dafür Schulungsangebote wahr. Wir verpflichten uns zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
Wir informieren die Öffentlichkeit, die Friedhofsbesucher und die auf den Friedhöfen tätigen Firmen über unsere Umweltaktivitäten und erhöhen so die Aufmerksamkeit für Umweltfragen.
Wir sind offen für den Dialog und Austausch mit interessierten Kreisen und nehmen deren Anregungen und Kritik auf.

(Beschluss des Kirchenvorstandes vom 12. Januar 2017)

Warum kirchliches Umweltmanagement

Glaubwürdig

Der Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, gehört zum Kernbestand der jüdisch-christlichen Überlieferung. Wenn unsere Kirche den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung weitergibt, wird sie gefragt, ob sie selbst diesem Ziel genügt. Ihre Antwort muss daher glaubwürdig und ihr Handeln transparent sein.

Nachhaltig

Nachhaltige Entwicklung stellt ein weltweit anerkanntes Leitbild dar, an dem die Kirchen wesentlich mitgearbeitet haben. Mit der Entwicklung von Systemen und Indikatoren, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Belange erfassen und steuern, trägt unsere Kirche dazu bei, dass die Erde für kommende Generationen bewohnbar bleibt.

Wirtschaftlich

Kirchengemeinden verbrauchen Heiz­energie, Strom und Wasser. Papier wird benötigt. Bauvorhaben schlagen ökologisch zu Buche. Erfahrungen mit Umweltmanagementsystemen zeigen, dass sich in diesen Bereichen neben Umweltentlastungen erhebliche betriebswirtschaftliche Einsparpotenziale verbergen.

Vom Projekt zum Prinzip

Die Bewahrung der Schöpfung ist eine zentrale Aufgabe der Kirche in all ihren Handlungsfeldern. Sie ist verwurzelt im 1. Artikel unseres Glaubensbekenntnisses, in dem wir unseren Glauben an Gott den Schöpfer ausdrücken. Das Umweltmanagement ist ein systematischer Weg, das Umwelthandeln und damit die Verantwortung für die Bewahrung von Gottes Schöpfung in kirchliche Strukturen und Arbeitsabläufe zu verankern. Durch das Umweltmanagement entwickelt sich kirchlicher Umweltschutz vom „Projekt“ Einzelner zum „Prinzip“ kirchlichen Handelns.

Ziel dieser Maßnahmen ist die ökologische Aufwertung unseres Friedhofs.

Unter dem Aspekt Nachhaltigkeit werden Lösungen erarbeitet, wie z.B. ungenutzte Friedhofsflächen ökonomisch sinnvoll und ökologisch wertvoll zu gestalten und die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere zu verbessern, die Biodiversität (die Vielfalt des Lebens) zu steigern.

Die Schönheit und der Wert der Schöpfung sollen für alle BesucherInnen erkennbar sein!

Wir reden nicht nur von der Bewahrung der Schöpfung – wir handeln auch!